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Welche Reifen bzw. Reifenkombination darf ich fahren

Servus,
auch dieses Jahr findet wieder das Forumstreffen statt. Informationen im nachfolgenden Link.

Forumstreffen 2019
  • Mal eine ganz dumme Frage. Ich habe mich mit dem Thema Reifen einige Zeit lang nicht mehr beschäftigt.

    Auf meiner 636, die ich vor kurzem gekauft habe, ist hinten ein Diablo Rosso Corsa (fast neu) und vorne ein Supercorsa SP der kaum noch Profil hat.

    Ich habe mir die Unbedenlichkeitsbescheinigung ausgedruckt.

    Ich würde jetzt gerne vorne einen Rosso III montieren aber soweit ich das sehe, darf ich nur die Reifenkombinationen fahren, die in der Unbedenklichkeitsbescheinigung drin stehen. Die momentan montierte Kobmination ist nicht aufgeführt und die Kombination Rosso Corsa und Rosso III auch nicht.

    Heißt das jetzt das ich ein Problem habe, wenn ich mit der jetzigen Kombi angehalten werden bzw. mir vorne einen Rosso III drauf mache?

    Oder ist das in der Praxis nicht so schlimm?

  • Das ist "leider" so wie du es schon bemerkt hast.

    Du darfst mit der Kombination nicht fahren bzw. nur mit der die in der Bescheinigung steht.

    Ansonsten hast du neben dem Problem in einer Kontrolle, auch bei einem Unfall zusätzliche Schwierigkeiten wenn deine oder die generische Versicherung den Unfall auf die Reifen schiebt, da dein Motorrad so keine Betriebserlaubnis hat.


    Du kannst nur mit etwas Glück mal die Bescheinigungen von beiden Reifen laden und schauen ob in einer von denen beide drin stehen, evtl. hat der Hersteller eine Bescheinigung nicht aktualisiert.

  • oder du fragst mal direkt beim Hersteller nach.

    Ich hatte das gleiche Thema bei Bridgestone, da waren es allerdings direkte Nachfolgereifen, die nicht in der Bescheinigung standen und der TÜV Prüfer dann ärger gemacht hat.

    Habe dann bei Bridgestone gefragt und eine überarbeitete Bescheinigung bekommen.

  • Diese Reifenbindung ist so eine Farce und Behördenwillkür.

    Ich hab alle Gutachten durchgesehen, die ich finden konnte. Der Rosso Corsa läßt sich nur mit sich selbst paaren. Jetzt muß ich evtl einen guten Reifen wegwerfen, wenn ich auf einen neueren Vorderreifen wechseln will der bei Nässe gut funktioniert.

    Ich werde mal eine e-mail an Pirelli schreiben.

  • Sigwart

    Das hab ich schon gegoogelt. Das ist ein modernes Märchen, in der Praxis mach das kein Tüv-Beamter. Oder hast du da andere Erfahrungen gemacht?


    Das Problem hat sich sowieso erledigt der Hinterreifen ist von 2013 und muß erneuert werden.



    Welcher Querschnitt ist beim Rosso 3 besser für die 636B? 120/65 oder 120/70?

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  • Ich hab bei meinen alten Kawas immer die Reifenbindungbausgetragen bekommen.

    War nie ein Problem.

    Vor allem dann nicht, wenn der eingetragene Reifen nicht mehr produziert wird.

    Manche tragen dann noch ein das nur Reifen von einem Hersteller aufgezogen sein dürfen.


    Was soll bei einer Kontrolle keine Sicherheit sein?

    Wenn in den Fahrzeugpapieren nur die Reifengröße eingetragen ist, was ist dann das Problem?

    Bei unseren aktuellen Moppeds gibt es keine Reifenbindung, also kann ich fahren was ich will. Ob sich dann der Reifen mit dem Bike verträgt ist wieder was anderes.

  • "Seit dem Jahr 2000 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS; heute: BMVI) auf Anraten der europäischen Kommission die generelle Möglichkeit der allgemeinen Reifenfabrikatsbindung gemäß der Richtlinie 92/23 EWG aufgehoben. Diese Richtlinie gilt für Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger. Hier sind die in den Fahrzeugpapieren eingetragenen Reifenfabrikatsbindungen nur noch als Empfehlung zu sehen.


    Viele Motorradfahrer irrten in der falschen Annahme, dass diese Änderung auch Motorräder beträfe. Ausschließlich maßgebend für Motorräder ist jedoch die Richtlinie 97/24/EG (Kapitel 1: Reifen von 2- und 3-rädrigen Fahrzeugen und ihre Montage). Hier ist nach Ansicht des Verkehrsministeriums nach wie vor die Möglichkeit einer Reifenfabrikatsbindung gegeben, sofern der jeweilige Fahrzeughersteller hier fahrzeugspezifische Vorgaben definiert. Sachstand ist also eine gültige Reifenfabrikatsbindung für Motorräder, wenn in den Fahrzeugpapieren Eintragungen zu Reifenfabrikaten vorhanden sind.


    Allerdings kann diese eingetragene Fabrikatsbindung durch eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (UBB) eines Fahrzeug- oder Reifenherstellers erweitert werden. Auch ist keine erneute Eintragung in die Fahrzeugpapiere vonnöten. Denn durch die oben genannten Prüfungen wird der eindeutige Nachweis erbracht, dass dieses per UBB ausgezeichnete Reifenfabrikat ebenfalls auf diesem Motorradtyp tauglich ist. Die UBB sollte in jedem Fall immer mit den Fahrzeugpapieren mitgeführt werden, so dass es bei polizeilichen Kontrollen oder bei der Hauptuntersuchung des Kraftrades nicht zu Schwierigkeiten kommt. Bauartgeprüfte Reifen sind durch ein „E“ oder „e“ mit einer nachfolgenden Zahl z.B. „1“ für Deutschland als Prüfort gekennzeichnet.


    Im Übrigen gilt das gleiche Prozedere auch für die Änderung auf eine andere Reifengröße. Auch hier muss lediglich eine UBB eines Fahrzeug- oder Reifenherstellers für Ihren Fahrzeugtyp vorliegen und mitgeführt werden."


    Quelle: https://www.ifz.de/reifen-fabrikatsbindung/


    Fazit:

    kannst drauf ziehen, was du willst.

    Für Polizeikontrollen und den TÜV ist es dann aber sehr vom Vorteil, eine reifenfreigabe des Herstellers mitzuführen. Das erleichtert die das Leben.

  • Das Fazit verstehe ich nicht ganz. Wenn man eine Reifenfabrikatsbindung im Fahrzeugschein hat kann man doch nur genau die Modelle aufziehen, die vom Hersteller in der UBB eingetragen wurden wenn man keine Strafe riskieren will und nicht was man möchte.


    Sigwart

    Ich werde es beim nächsten Tüv-Terming mal probieren. Du scheinst aber laut google eher die Ausnahme zu sein. Der Tüver wird mir mit Sicherheit sagen, dass es genügend genehmigte aktuelle Alternativen gibt, zu Original-Reifen, die nicht mehr produziert werden.

  • Das Fazit verstehe ich nicht ganz. Wenn man eine Reifenfabrikatsbindung im Fahrzeugschein hat kann man doch nur genau die Modelle aufziehen, die vom Hersteller in der UBB eingetragen wurden wenn man keine Strafe riskieren will und nicht was man möchte.

    Die Fabrikatsbindung an einen Reifenhersteller ist prinzipiell aufgehoben, auch wenn diese im Fahrzeugschein steht. JEDOCH GILT: wenn du eine andere reifenmarke verbaust, als jene die im Fahrzeugschein steht, dann musst / solltest du eine UBB des reifenherstellers mit dir führen. In dieser genannten UBB steht drin, welche Reifen (reifen-kombinationen) dieses reifenherstellers für dein Motorrad freigegeben sind.


    Also kannst und darfst du jede Marke montieren.


    Mit meinem Fazit meinte ich nur, dass du jede beliebig reifenmarke fahren darfst, auch wenn im Fahrzeugschein eine bestimmte Marke vermerkt ist.

    Nur sollten vorder- und Hinterradreifen von selben hersteller sein und sie müssen in ihrer Kombination (falls unterschiedliche "Modelle") vom reifenhersteller freigegeben sein (für dein Motorrad).

  • @ mad_marty, einen Versuch ist es wert, wenn das allerdings ein recht neues Modell ist kann es sein das sich der TÜVler ziert.

    Wichtig dabei ist das Du das mit einem Sachverständigen besprichst der auch Eintragungen ohne dazugehörige Papiere machen darf.

    Bei den anderen hast Du keine Chance.

    maeggy

    wenn es eine UBB gibt ist das Thema eh durch.

    Es geht um Reifen für die es keine mehr gibt, weil zum Zeitpunkt der Reifentests das Modell noch gar nicht zur Verfügung stand.

    Meine Frau fährt ne 790er Duke. Dank fehlender Reifenbindung kann Sie aber nen Metzeler Sportec M3 fahren.

  • den metzeler dürfte sie auch fahren, wenn im Fahrzeugschein "continental" steht. Die im Fahrzeugschein stehende reifenbindung ist prinzipiell hinfällig und hat keinerlei bestand mehr.

    Nur wenn es für den sportec M3 keine UBB von metzeler für die Duke gibt, kannst du das pech haben, das TÜV oder Polizei nen Aufstand machen.

  • Wenn im Fahrzeugschein nur die Reifengröße eingetragen ist, kannst Du fahren was Du willst.

    Dann brauchst Du kein UBB vom Hersteller.

    Die braucht man nur, wenn man eine Reifenbindung eingetragen hat und etwas anderes fahren will.

    Steht auch genau so in dem gegoogeltem Text drin.

    Dennoch ist es ratsam eine UBB vom Reifen für das Moped mitzuführen.

    Je nach Lust & Laune vom Beamten kann man somit eine lange Diskussion, Stress und Zeit sparen. Von einer Aussage "das habe ich im Internet gelesen" dürften sich nur wenige Beamte beeindrucken lassen.


    Auch wenn man ohne UBB im recht ist, werden einige Beamte die Rechtslage nicht kennen und lassen sich ungerne von einem Mopedfahrer belehren. grumble

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